He! Norderney - September 2011

Inhalt

  • „Sagenhaft glücklich und zufrieden“
  • Eintrag ins Goldene Buch
  • Lions-Golfturnier – Linos Golfturnier
  • Rätselauflösung
  • Meine Insel
  • Bernd Flessner stellt Rekord auf
  • Sand und Dornen
  • Buchtipp: Woll-Lust der Maria Dolors
  • Berliner Mauer unterwegs
  • Schiffe im Hafen - Teil 2

He! Norderney - September 2011 als PDF (12.25 MB)


(Textauszug) „Sagenhaft glücklich und zufrieden“

(bad) – Der gelernte Buchdrucker Volker Jänsch stiftete seine rund 50 Jahre alte Druckmaschine an das Bademuseum. Sie wird dort im Keller ausgestellt. An ihr soll im Bademuseum in Zukunft gezeigt werden, wie das Drucken früher funktionierte. 1962 hatte Jänsch die Maschine erworben und auf Norderney in der Schreibwarenhandlung Luttmann viele Jahre erfolgreich betrieben. Im Vor-Computerzeitalter war der Druck von Speisekarten, Briefpapier und Formularen eine Kunst – die schwarze Kunst.

Das Versetzen der Maschine stellte alle Beteiligten vor einige Herausforderungen. Die Maschine musste durch eine 81 Zentimeter breite Tür bugsiert werden. Durch überstehende Wellen maß die alte Druckmaschine an einigen Stellen aber gut einen Meter. Daher wurde abgebaut, was abgebaut werden konnte. Mit viel Hin und Her und millimeterweisem Versetzen des Hubwagens, auf dem die Maschine transportiert wurde, gelang es schließlich, die Engstelle zu überwinden. Und das, wo das gute Stück rund 600 Kilogramm wiegt.

Als die Maschine schließlich stand, meinte Volker Jänsch, er sei „sagenhaft glücklich und zufrieden“, dass der Umzug gut geklappt habe. Ohne Fuhrunternehmer Jakob Onnen hätte er den Umzug wohl nicht geschafft. Rund 100 Arbeitsstunden habe Onnen mit seiner Firma investiert, schätze er, so Jänsch später.

Mitte September soll ein Monteur der Firma Heidelberger, von der die Druckmaschine stammt, kommen, um die Einzelteile wieder zu einem funktionsfähigen Ganzen zusammenzusetzen. Das weitere Zubehör ist bereits im Keller des Bademuseums aufgestellt. Zu sehen sind Schubladen über Schubladen mit einzelnen Buchstaben. In mühevoller Handarbeit wurden diese einzelnen Lettern zu Zeilen zusammengesetzt. Aus Zeilen wurden Blöcke, aus Blöcken Seiten. Damit nichts durcheinander geriet, waren die einzelnen Lettern mit Kerben versehen. Wurden versehentlich mehrere Schriftarten vermischt, konnte der Schriftsetzer das an Hand der Kerben auf einen Blick erkennen.