He! Norderney - Mai 2011

Inhalt

  • Straßenbau: Umleitung wird über den Hafen erfolgen
  • Ausstellung in der „STELLA MARIS“
  • Feuerwehr Norderney: Wir können was!
  • Buchtipp: Norderney - Ein historischer Streifzug
  • 60 Jahre Laientheater Norderney
  • Testfahrt: Im Land des Gegenwinds
  • Meine Insel
  • Freiwillige gesucht
  • Neue Pastoren an der evangelischen Kirche
  • Neue Intercity-Verbindung
  • Ansichtssache 5-Sterne-Gelände
  • König Pilsener Music Special

He! Norderney - Mai 2011 als PDF (11.56 MB)


(Textauszug) „Feuerwehr Norderney, wir können was!“

(der) - Seit dem 1. April hat die Feuerwehr Norderney eine neue Wehrführung. Edmund Freese und Ralf Jürrens wurden nach der internen Wahl auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Norderney und anschließendem Beschluss des Stadtrates zu den neuen Stadtbrandmeistern ernannt.

Sie übernahmen damit die Leitung einer sehr traditionsreichen Feuerwehr. 1884 wurde die Norderneyer Wehr nach dem Brand einen Wohnhauses gegründet und hat seitdem gute und schlechte Zeiten überstanden. Heute verfügt Norderney über eine modern ausgerüstete Wehr, die mit 122 Mitgliedern und 78 Aktiven auch personell gut ausgestattet ist. Hinzu kommen 23 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Um diesen Stand zu erhalten, sind gelegentlich Neuanschaffungen unersetzlich, sagt Edmund Freese und bittet zwei Feuerwehrleute zwei Fahrzeuge vor die Tür des 1974 gebauten Feuerwehrhauses zu fahren. Beide Fahrzeuge bilden die ganze Bandbreite der Ausrüstung der Norderneyer Feuerwehr ab.

Auf der einen Seite steht das 2008 angeschaffte „HLF 20 -16“. Die Abkürzung „HLF“ steht für Hilfs-Löschfahrzeug, die dahinter gehängte Zahlenkombination beschreibt die Pumpleistung (2.000 Liter in der Minute) und den Inhalt des mitgeführten Wassertanks für die ersten Löschangriffe, bevor das Fahrzeug an den Hydranten angeschlossen ist.

Gleich daneben steht das Gegenmodell dazu, ein „TLF-16“, das Tank-Löschfahrzeug von 1980 hat seine besten Tage schon hinter sich. Aber nicht nur darum soll es ersetzt werden. Schon beim Anblick der geöffneten Fahrzeuge erkennt auch der Laie, dass die Ausstattung sich deutlich verändert hat. Das neue Fahrzeug hat eine Katastrophenschutzausrüstung, erklärt Edmund Freese. Und es hat einen Allradantrieb, ohne den auf Norderney eigentlich nichts mehr gehe. „Das Fahrzeug ist unsere Erstschlagwaffe, mit der wir alles machen“, so der Stadtbrandmeister.

Bis zu drei Löschgruppen können von dem Fahrzeug aus agieren. In den Seitenteilen des modernen Feuerwehrautos steckt so viel Technik, wie früher in einer ganzen Feuerwehr. Eine Hydraulikschere zum Öffnen von Autos, ein Hebekissen, ein Spreizer, ein eigenes Stromaggregat, ein Lichtmast, eine Löschpumpe, Atemschutzgeräte.

Die eingebaute Technik zeigt die Bandbreite der Aufgaben, denen sich die Inselfeuerwehr heute stellen muss. „Das alte Fahrzeug stammt aus einer Zeit, als die Feuerwehr zum Löschen kam und fertig“, sagt Freese. Das ist vorbei. Auch die Feuerwehr selbst hat dazu beigetragen. Als so genannte „First-Responder“ verkürzen eigens ausgebildete Norderneyer Feuerwehrleute die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und leisten Erstversorgung bei Kranken und Verletzten. Das ist vor allem in der Hochsaison häufig der Fall. Hinzu kommen Transportaufgaben bei Rettungsaktionen.

Statt eines großen Tanks wie in den alten Autos setzt die Feuerwehr auf Ausrüstung. „Wasser ist auf Norderney nicht das Problem“, so Edmund Freese. Nun soll nach dem Wunsch der Feuerwehr das alte „TLF“ gegen ein zweites modernes Hilfs-Löschfahrzeug ausgetauscht werden. Rund 250.000 Euro wird die Anschaffung kosten.